Bayern/Böhmen: Rindenkobel

RindenkobelEin Rindenkobel ist eine einfache Schutzhütte, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts von Waldarbeitern als Unterkunft im Wald genutzt wurde. Das Grundgerüst wurde aus Stangen und die „Hülle“ aus Rinde gefertigt. Gebaut wurden sie immer dann wenn der tägliche Weg aus dem Wald ins Dorf zu weit war und die Holzhauer in den Rindenkobeln die Woche über auch schliefen. Das offene Feuer in der Mitte des Rindenkobels diente nicht nur als Kochstelle sondern lieferte auch die notwendige Wärme um durchnässte Kleidung wieder zu trocknen. War die Arbeit an einem Ort erledigt wurden die Rindenkobel wieder abgerissen.

Natürlich lebt heute kein Waldarbeiter mehr in einem Rindenkobel, allerdings ist die Zeit in der das geschah gar nicht so lange her. Waldarbeiter die selber noch in Rindenkobeln gelebt haben, haben den Bau des Rindenkobels oder der „Lohhütte“ wie sie auch genant wird, angeleitet. Gebaut wurde der Rindenkobel im Wildniscamp gemeinsam von tschechischen und deutschen Juniorrangern.

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